Die starke Verdrehung der Schnecke während der Plastifizierung von Duroplast Materialien oder die besonderen Merkmale einiger Polymere erfordern spezielle Schnecken Geometrien  um Bruch zu vermeiden.

Die Duroplast Materialien für den Spritzgußbereich werden verarbeitet bei Temperaturen von 70°C bis 100°C in dem Zylinder. In dem Werkzeug, wenn das Material sich tranformiert und aushärtet, können Temperaturen von 140°C bis 190°C erreicht werden. Bei Temperaturen bis zu 100°C ist die Viskosität von Duroplast hoch und in Kombination mit einer hohen Menge an Füllstoffen oder andere Verstärkungen, in bestimmten Fällen bis zu 70% , wird der Schnecke extrem stark tordiert. Weiter entsteht ein starker abrasiver Verschleiß an der Seite der Düse. In diesem Bereich steht die Steg unter einer starken mechanischen Beanspruchung, vor allem, wenn aufgrund einer nicht-Abdichtung der Steg-Zylinder, Material zurück fließt und aushärtet (Transformation) im Inneren des Zylinders statt in das Werkzeug. Dieses Verhalten ist  verschieden von thermoplastischen Kunststoffen und erfordert daher eine spezielle Schneckengeometrie.

Eine Schnecke für ein Duroplast Material hat die Funktion um das Material in die Richtung der Einspritzdüse zu transportieren. Der Schnecke funktioniert ohne Rϋckstromsperre und fördert die Masse direkt in das Werkzeug.

Die Hauptreaktion ist exotherm (Wärme entwickelt sich während der Härtungsreaktion). Daher ist es notwendig, Stagnation, Abrieb und lokale Überhitzung im Prozess zu vermeiden. Für große Schnecken kann es notwendig sein ein Kühlbohrung zu haben um die Temperatur zu steuern und eine Überhitzung der Schmelze zu vermeiden.

Schneckenentwurfsparameter:

  • Kompressionsverhältnis zwischen 1 und 1,2
  • Die Länge der Schneckengewinde darf 15 ÷ 19 L / D nicht überschreiten.
  • Die Höhe des Stegs muss größer als 3,0 mm sein.
  • Der l Schneckenstirn Winkel ist 75° bis 90°.
  • Die Stegbreite ist 0,1* bis 0,16* duroplast

Schnecken für Duroplast Materialien weisen ähnliche Geometrien auf. Der Hauptunterschied ist die Länge, die sich in Abhängigkeit von der Menge, dem einzuspritzenden Material und der Reaktivität ändern kann. Beispielsweise muss bei Epoxyharzen aufgrund der großen Reaktivität die Schnecke kurz sein und das Material muss in kürzester Zeit (bis zu maximal 3 Zyklen) durchgeführt werden. Mit Phenolharzen kann man längere Schnecken verwenden, um größere Mengen einzuspritzen. Es ist klar, dass die Geometrie der Einlaufzonenlängen, die Einspritzung und die relative Höhe der Stege entsprechend dem Verfahren angepasst werden sollten.