Barrier

Die Barriereschnecke ist grundsätzlich eine zweigängige Schnecke. Ein Gewindesteg hat einen kleineren Durchmesser mit dem Ziel, die Schmelze von dem festen Polymer zu trennen. Diese Feststoff-Schmelze-Trennung macht das Plastifizieren schneller, ist aber nicht für alle Polymere geeignet. Aus der Standard Barriereschnecke wurden mehrgängige Varianten entwickelt mit mehreren (1-4) Einlasskanälen, die zunehmend im Verpackungssektor eingesetzt werden.

Die Barriereschnecke, auch „Transfer“ genannt, wurde 1962 von der Firma Maillefer entwickelt, um die Plastifizierung zu optimieren und zu beschleunigen. Sie ist weit verbreitet für Extrusionsanwendungen und wird seit den frühen Jahren 80 auch im Spritzgußverfahren verwendet.

Die Barriereschneckengeometrie ist definiert als eine Funktion der Eigenschaften des Polymers. Die Position wo der zweite Steg (Barriere) anfängt die Tiefen der beiden Kanäle, die Endposition des zweiten Steges und die Durchmesserdifferenz zwischen beiden Stegen müssen Definiert werden. Diese Geometrie ist speziell für die Umsetzung eines einzigen Polymers oder einer begrenzten Gruppe von Polymeren vorgesehen und kann nicht als Universalschnecke verwendet werden.

Die Vorteile der Barriereschnecke gegenüber einer einzelgängigen  Schnecke sind:

  • Erhöhte Plastifizierungskapazität
  • Bessere Temperaturregelung
  • Bessere Schmelzehomogenität.

Der erhöhte Einsatz von Barriereschnecken ist vor allem in dem Verpackungmarkt kennzeichnend, der hohe Produktionsgeschwindigkeiten erfordert. Wie oben erwähnt, ist die Schnecke nicht universell und daher nicht geeignet zur Plastifizierung von Polymeren, die empfindlich sind für Überhitzung, wie POM, PC, PMMA, PVC.